Wenn ein oder mehrere Zähne verloren gehen - zum Beispiel durch Unfall, Karies oder Nichtanlage – können diese durch künstliche Zahnwurzeln ersetzt werden. Dabei handelt es sich um Titan- oder Keramikstifte, die vom Zahnarzt/ Implantologen in den eigenen Kieferknochen eingesetzt werden. Bei geringem Restknochenangebot ist ein vorheriger Knochenaufbau erforderlich. Zur Anwendung kommen hierbei Knochenersatzmaterialien als auch Eigenknochen. Im Laufe der Einheilungszeit kommt es zur Anlagerung von Knochenzellen um das Zahnimplantat. Dies stellt den sicheren Verbund zum Körper dar (Osseointegration). Durch deren Konstruktion und Verankerung imitieren sie natürliche Zähne in Funktion und Aussehen.
Das Anwendungsgebiet erstreckt sich von der einzelnen Zahnlücke über mehrere Zähne bis hin zum zahnlosen Kiefer. Zahnimplantate bieten in beinahe jeder Situation eine moderne Therapiealternative zum herkömmlichen Zahnersatz. Zum Ersatz von Einzelzähnen oder Schließen kleinerer Zahnlücken eignen sich Zahnimplantate, da im Unterschied zur Brückenversorgung angrenzende Nachbarzähne unbeschadet bleiben.
Im Fall eines stark reduzierten Restgebisses bzw. der Zahnlosigkeit kann mit Hilfe der Zahnimplantate das Tragen einer Prothese (den Dritten) umgangen werden, weil der Zahnersatz der Zahnimplantate fest eingegliedert werden kann. Ebenso können schlecht sitzende Prothesen durch Zahnimplantate stabilisiert werden. Dadurch kann der Tragekomfort erheblich verbessert werden. Hinsichtlich Alter und Geschlecht gibt es keine Einschränkungen. Jedem kann geholfen werden.
In Bezug auf die Verträglichkeit der Zahnimplantate gibt es keine Bedenklichkeit. Sowohl Langzeitstudien als auch eigene Erfahrungen bestätigen einen Behandlungserfolg von über 90 Prozent.