Zahnimplantat im Schnitt

Was sind Zahnimplantate?

  • Implantate ersetzen die Zahnwurzeln.
  • Implantate werden in Kieferknochen eingesetzt.
  • Implantate verwachsen mit dem Kieferknochen.
  • Sie geben den Halt eines natürlichen Zahnes.

Wenn ein oder mehrere Zähne verloren gehen – zum Beispiel durch Unfall, Karies oder Nichtanlage – können diese durch künstliche Zahnwurzeln, sogenannte Zahnimplantate, ersetzt werden. Dabei handelt es sich meist um Titanstifte, die vom Zahnarzt, Oralchirurgen bzw. Implantologen chirurgisch in den eigenen Kieferknochen eingesetzt werden. Durch die gute biologische Verträglichkeit (Biokompatibilität) wächst das Implantat fest in den Knochen ein (Osseointegration) und kann somit wie ein natürlicher Zahn benutzt und belastet werden.

  • Im Laufe der Einheilungszeit kommt es zur Anlagerung von Knochenzellen um das Zahnimplantat. Dies stellt den sicheren Verbund zum Körper dar (Osseointegration). Durch deren Konstruktion und Verankerung imitieren sie natürliche Zähne in Funktion und Aussehen.

Vorteile von Implantaten

  • Perfekte Ästhetik
  • Fester und sicherer Sitz des Zahnersatzes
  • Schont gesunde Zähne
  • Der Kieferknochen bildet sich nicht zurück
  • Keine Sprach- / Geschmacksbeeinträchtigung
Straumann Zahnimplantat

Rauchen und Implantate?

Das Rauchen stellt keine absolute Gegenanzeige für Implantate dar.

Dennoch ist starkes Rauchen (10 Zigaretten pro Tag und mehr) ein Risikofaktor.

Nikotin reduziert die Blutversorgung der Gewebe und damit das Heilungsvermögen.

  • Wann können Implantate gesetzt werden?

    Wie bei allen medizinischen Eingriffen, sollten gewisse örtliche und allgemeinmedizinische Voraussetzungen gegeben sein, um eine implantologische Versorgung durchführen zu können.

    Als örtliche Gegebenheiten versteht man vor allem das vorhandene Knochenangebot. Um die Implantatschraube stabil im Kiefer verankern zu können, bedarf es einer Mindestlänge und -breite des ortsständigen Knochens. Diese wird in der Planungsphase mittels Röntgendiagnostik (OPG/DVT) ermittelt. Sollte das Knochenangebot als nicht ausreichend beurteilt werden, kann dieses mit einem Knochenaufbau optimiert werden.

Kontraindikation

Allgemeinmedizinisch gibt es, entgegen früherer Annahmen, keine direkten Gegenanzeigen für einen implantologischen Eingriff.

Dennoch kann das Erfolgsrisiko aufgrund gewisser Allgemeinerkrankungen entsprechend der Ausprägung mehr oder weniger beeinflusst werden. Ausschlaggebend ist dabei vor allem die Schwere einer der folgenden Erkrankungen:

Risikofaktoren

  • Immunsystemschwäche (durch Medikamente)
  • Nicht eingestellter Diabetes mellitus
  • Stoffwechselerkrankungen, Osteoporose
  • Schwere Erkrankung von Herz, Leber, Niere oder des Blutes und erhöhte Blutungsneigung
  • bestimmte psychische Erkrankungen

Wie alt muss ich sein?

Hinsichtlich Alter und Geschlecht gibt es keine Einschränkungen, solang das Kieferwachstum in etwa mit dem 18.Lebensjahr abgeschlossen ist. Jedem kann geholfen werden.

In Bezug auf die Verträglichkeit der Zahnimplantate gibt es keine Bedenklichkeit. Sowohl Langzeitstudien als auch eigene Erfahrungen bestätigen einen Behandlungserfolg von über 90 Prozent.

  • Wie lange halten Zahnimplantate?

    Generell gibt es kein Verfallsdatum für Implantate. Wird die Versorgung nicht überlastet und befinden sich die umliegenden Gewebe, Dank einer optimalen Mundpflege, in einem entzündungsfreien Zustand, so ist die Lebenserwartung eines Implantates nicht eingeschränkt.

    Klinische Studien der letzten 20 Jahre zeigten eine Erfolgsquote von 95% nach 5 Jahren und 90% nach 10 Jahren. Die Verweildauer einer implantatgetragenen Versorgung sollte man jedoch anhand verschiedener Faktoren stets individuell bemessen. So zum Beispiel schneiden Implantate im Unterkiefer, aufgrund der stabileren Knochensubstanz, statistisch besser ab als im Oberkiefer. (Quelle: Lebenserwartung von Implantaten und Implantatlager)