Fortbildung Implantologie – moderne biologische Konzepte

In Verona bildeten wir uns am 3. und 4. Mai 2019 bei einer implantologischen Fortbildung mit besonderem italienischen Flair fort. Der Kongress startete am Freitagvormittag an der Universität Verona mit einem wissenschaftlichen Vortragsprogramm und der Übertragung einer Live-OP. Ab Freitagnachmittag sowie am Samstag fanden „Table Clinics“ und  wissenschaftliche Vorträge statt. Weiter unten findet Ihr unseren ersten Podcast-Versuch.

Eröffnung in der Universität Verona

Im Fokus standen neue biologische Konzepte in der Implantologie und minimalinvasiven Chirurgie. Ziel ist, das eigene Immunsystem besser zu beachten und auf bevorstehende zahnärztliche Eingriffe vorzubereiten, um eine optimale Immunsituation zu erreichen.

Zusammenfassung als Podcast

Teil 1: kurze Zusammenfassung über Nutzung der Erkenntnisse der biologischen Zahnheilkunde
Teil 2: über Titan- und Keramikimplantate, Unverträglichkeiten, Frauen in der Chirurgie

Wie in Italien üblich tranken wir in der Mittagspause ein Gläschen Wein.

Mittagspause
Weiterbildung zum Tätigkeitsschwerpunkt „Weinplantologie“

Anschaffung einer Zentrifuge

Um zukünftig biologisches Gewebe selber herstellen zu können, kauften wir uns eine Zentrifuge.

Zentrifuge

Die Idee

Bei einer Verletzung hilft der menschliche Körper sich selbst, indem er Proteine erzeugt, die die Wundheilung beschleunigen. Bei der Herstellung natürlicher Gewebe wird dieser Prozess genutzt – aus ihrem Eigenblut werden durch Zentrifugation eben diese Proteine und Wachstumsfaktoren isoliert und dann zur Beschleunigung der Heilung eingesetzt.

Der Vorteil

Die Behandlung ist vollkommen natürlich, es wird nur zu 100 % autologes Material eingesetzt. So kann das zu regeneriende Gewebe geheilt oder sogar ersetzt werden, ohne Zusatzstoffe wie Antikoagulantien einsetzen zu müssen.

Das Besondere

Die durch die Methode PRF (Platelet Rich Fibrin) gewonnene Matrix enthält neben den Proteinen besonders viele weiße Blutkörperchen, in denen wichtige Informationen zum Gewebeaufbau gespeichert sind – ein entscheidender Vorteil beim Heilungsprozess des zu regenerierenden Gewebes.

Wissenschaft

„Im Bereich der Alveolenheilung wird in randomisierten kontrollierten Studien eine positive Wirkung vor allem für die Weichgewebeheilung beschrieben“, so eine wissenschaftliche Mitteilung der Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) zur Verwendung von Eigenblut und Eigenblutprodukten in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

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