Zahnarzt-ABC

Das Zahnarzt ABC erstreckt sich über viele Themenbereiche und Fachrichtungen, um aber eine kleine allgemeine Einführung in den Dentalbereich zu gewährleisten möchten wir euch heute folgende Punkte vom Abdruck bis zum Zahnstein näher vorstellen: 

A wie Abdruck: Fast jeder Zahnarztpatient hat schon einmal einen Abdruck machen lassen, was genau die Abformung des Kiefers und der Zahnpartie bedeutet. Dabei werden herkömmlich oft verschiedene Silikone, Polyäther oder Alginate verwendet, bei uns jedoch erfolgt ein Abdruck materiallos, dazu aber in einem späteren Blogpost mehr.

B wie Brücke: Diese ist, charakteristisch für eine echte Brücke stehend, eine Verbindung für eine Lücke. So auch in der Zahnmedizin, dabei werden benachbarte Zähne durch Beschleifen verkleinert und danach die verbindende Brücke in die Lücke zementiert. 

C wie Chlorhexidin (CHX): Dies ist ein Antiseptikum, welches lange auf Zähnen und Mundschleimhäuten haftet ohne durch die Schleimhäute in den Körper zu gelangen. Durch die antibakterielle Wirkung wird CHX oft als Mundspülung verwendet.

D wie Dental: In der Phonetik beschreibt dental den Artikulationsort eines Lautes. Ein dentaler Laut wird mit den Zähnen, den Dentes, gebildet und wird auch apiko-dental (von „apex“ – Zungenspitze) genannt.

E wie Erosion: Schäden am Zahnschmelz, die durch lange Einwirkung oder häufige Aufnahme von Säuren in Lebensmitteln hervorgerufen werden können.

F wie Fissur: Kleine Grübchen und Ritzen auf der Oberfläche von Backenzähnen, welche das Entstehen von Karies erheblich fördern.

G wie Gesichtsbogen: Dies beschreibt ein Gerät bzw. einen Vorgang zur Bestimmung der Gelenkachse des Unterkiefers sowie Position des Oberkiefers in Bezug zur Schädelbasis.

H wie Halitosis: Auch besser bekannt als Mundgeruch, sprich der unangenehme schlechte Geruch der Atemluft aus dem Mund- und Rachenbereich.

I wie Implantat: Künstliche Zahnwurzel aus Titan, die in den Kiefer geschraubt wird und nach einer Einheilungsphase zum Verankern von Zahnersatz herangezogen wird.

J wie Jacketkrone: Ein schon fast historischer Begriff der heutigen Zirkonkrone, welche eine Keramikkrone ohne Metallgerüst ist.

K wie Karies: Das ist die Erweichung der Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Bakterien aus Zucker gebildet werden.

L wie Legierung: Dies beschreibt ganz einfach die Mischung aus verschiedenen Metallen zur weiteren Verwendung im oralen Raum.

M wie Milchzähne: Das Milchgebiss besteht aus 20 Milchzähnen, die im Alter von ca. 6 bis 30 Monate durchbrechen. Vom ca. 6. bis 11. Lebensjahr werden sie ersetzt durch die bleibenden Zähne.

N wie Narkose: Damit ist die allgemeine Betäubung gemeint, die bei jeglichen Behandlungen mehr oder weniger zum Einsatz kommt. Mit der lokalen oder kompletten Zufuhr von Narkosemitteln wird das Zentralnervensystem ausgeschaltet. Besonders in Bezug auf die Dentalphobie ist die Betäubung ein wichtiges Thema, darauf kommen wir in einem weiteren Blogpost ausführlich zu sprechen.

O wie Okklusion: Aka. Zahnreihenschluss, Schlussbiss. Dies betitelt die Berührung der Zahnreihen mit ihren Kauflächen.

P wie Prophylaxe: Dies ist ein sehr wichtiges, aber meist unterschätztes Thema in unserer Gesellschaft, deshalb werden wir auch im Bereich Vorbeugung von dentalen Krankheiten intensive Aufklärung betreiben und weitere Blogposts veröffentlichen.

Q wie Quadrant: Viertel, Kreisviertel. All diese Begriffe hat man meist schon beim Zahnarzt gehört und sich doch gefragt, was genau damit gemeint ist. In der Zahnheilkunde versteht man darunter die Hälfte eines Kiefers. Was die anderen Bezeichnungen des Zahnarztes bei der Kontrolluntersuchung bedeuten, berichten wir in einem separaten Blogpost.

R wie Restauration: Dies ist der allgemeine Überbegriff des Zahnersatzes in Form von Kronen und Prothesen.

S wie Schmelz: Der sogenannte Zahnschmelz ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers und überdeckt den kompletten Zahn.

T wie Trigeminus: Auch „Drillings-Nerv“ genannt ist der fünfte Hirnnerv, der beide Gesichtshälften versorgt und somit für all die unangenehmen Gefühle verantwortlich ist.

U wie Ultraschall: Die Schallwellen im >16.000 Hertz Bereich werden zur Entfernung von schädlichem Zahnstein verwendet.

V wie Veneer: Hauchdünne, lichtdurchlässige Keramikschalen, die mit Spezialkleber auf die Zahnoberfläche aufgebracht werden. 

W wie Wurzel: Die Zahnwurzel ist die Basis eines jeden Zahns und auch oftmals die anfälligste bei mangelnder Prophylaxe. Die Wurzelkanalbehandlung ist die größte Unannehmlichkeit laut befragten Patienten.

X wie Xerostomie: Mundtrockenheit der Schleimhäute, dabei könnten Störungen der Speicheldrüse oder Medikamente die Ursache sein.

Y wie Y-Klammer: Klammern zur Befestigung von Zahnersatz oder Kieferregulierungen in Form eines „Y“.

Z wie Zähne: Der Zahn ist ein Hartgebilde in der Mundhöhle von Wirbeltieren. Mit den Zähnen wird Nahrung ergriffen, zerkleinert und zermahlen. Bei Haien wachsen die Zähne übrigens beständig nach. Bei Menschen leider nicht.

Wir hoffen mit diesem kleinen einführenden ABC sind die ein oder anderen Fragen rund um die zahnärztliche Begrifflichkeit geklärt worden. In den folgenden Blogposts werden wir uns aber noch detaillierter mit Themen, Begriffen, Vorurteilen und Risiken beschäftigen.

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