Frau mit Zahnschmerzen und Angst vorm Zahnarzt

Wer kennt es nicht? Jeder hat das Gefühl der Angst schon einmal wahrgenommen. Aus gutem Grund, denn ursprünglich ist die Angst eine Schutzfunktion für Mensch und Tier. Sie veranlasst uns, auf Situationen, die in der Vergangenheit unangenehme Gefühle, Schmerzen oder Gefahren beschert haben, mit einem anderen Verhalten, meist mit Flucht oder dem Vermeiden solcher Situationen, zu reagieren. Diese Angstreaktion ist evolutionär geprägt, sie kann jedoch in unserer heutigen modernen Zeit auch hinderlich sein. Besonders wenn es um die eigene Gesundheit geht.

Angst kann dazu führen, dass Sie den dringend notwendigen Zahnarztbesuch wieder einmal verschieben. Das Hinauszögern mit Schmerztabletten bringt Ihnen leider keine Genesung, allerhöchstens einen kleinen Moment der Besserung. Doch der Defekt am Zahn bleibt und wird größer, schmerzhafter. Er heilt nicht von allein.

In diesem Punkt sind Sie sind nicht allein. Zirka 72 % der Patienten haben ein mulmiges Gefühl vor dem Zahnarztbesuch und 8 % haben eine echte Zahnarztphobie. Diese kann unterschiedliche Ursachen haben, wie z. B. negative Erfahrungen in der Kindheit, das Gefühl der Handlungsunfähigkeit…

Heutzutage in modernen Zeiten sind die Behandlungstechniken weitaus patientenfreundlicher geworden. Angstvermeidung steht stark im Fokus. In den Praxisräumen spielt leise Musik und die typischen Zahnarztgerüche sind meist kaum noch wahrzunehmen. Lange Wartezeiten in den Praxen gehören der Vergangenheit an – wir geben unser Bestes. Viele Zahnärztinnen und Zahnärzte kennen die Problematik der Zahnarztangst und gehen auf ihre Patienten ein. Das Ergebnis ist eine Wohlfühlatmosphäre, in der Sie sich nicht nur gut beraten und behandelt, sondern auch verstanden wissen. Zahnärztinnen und Zahnärzte sind nicht mehr Alleinbestimmer, die Ihnen sagen, was zu machen ist, sondern Sie sind und bleiben der Alleinentscheider. Ihre Zahnärztin bzw. Zahnarzt zeigt Ihnen lediglich mögliche Therapiewege auf, welche Sie dann gemeinsam gehen können. Zudem können für diese Therapiewege verschiedene Hilfsmittel zur Beruhigung und „Angstausschaltung“ in Erwägung gezogen werden. Besonders die modernen Behandlungsverfahren wie Anästhesie, Beruhigungstabletten, Lachgassedierungen (Dämmerschlaf) oder auch die bekannte Vollnarkose können hierbei sehr gute Dienste leisten. Die Behandlungen dauern meist wesentlich kürzer als das langwierige Ertragen der Schmerzen. Nach erfolgter Therapie sind Ihnen ein breites, schönes Lächeln und ein gestärktes Selbstbewusstsein sicher. Ihr Kaukomfort und Ihre Lebensqualität steigen ebenfalls erheblich.

Führen Sie sich vor Augen, dass gute Zahnärztinnen und Zahnärzte Sie nicht auslachen oder kritisieren, sondern Ihnen und Ihren Zähnen helfen möchte. Das Wichtigste aber im Umgang mit Ihrer Zahnarztangst ist: Sprechen Sie diese direkt an der Rezeption oder im Behandlungszimmer an. Hinterfragen Sie die Behandlungsmethoden, denn oft ist die Angst nur ein Ergebnis der Ungewissheit. Egal wie lange der letzte Zahnarztbesuch her ist, es ist nie zu spät, einen Termin für eine Beratung zu vereinbaren.