• Das Anwendungsgebiet erstreckt sich von der einzelnen Zahnlücke über mehrere fehlende Zähne bis hin zum zahnlosen Kiefer. Zahnimplantate bieten in beinahe jeder Situation eine moderne Therapiealternative zum herkömmlichen Zahnersatz.

Kleinere Zahnlücken

Einzelzahnimplantat

Zum Ersatz von Einzelzähnen oder Schließen kleinerer Zahnlücken eignen sich Zahnimplantate, da im Unterschied zur Brückenversorgung angrenzende Nachbarzähne zur Aufnahme der Brückenkonstruktion nicht mehr abgeschliffen werden müssen.
Die angrenzenden Strukturen bleiben somit unbeschadet und mögliche Folgen und Risiken der Brückenversorgung, Nervschädigung nach Schleifprozess, Überlastung der Pfeilerzähne oder Bildung von Kronenrandkaries, können somit umgangen werden.

Feste Zähne auch für Zahnlose

zahnlos Implantate

Auch der Wunsch von festsitzenden Zähnen beim zahnlosen Kiefer, ohne jegliche herausnehmbare Anteile, kann realisiert werden. Dabei sollten im Oberkiefer 8 und im Unterkiefer mindestens 6 Zahnimplantate inseriert werden. Die darauf angefertigten Brücken werden im Mund fest zementiert oder verschraubt. Das Tragen einer Prothese kann somit gänzlich umgangen werden. Der Knochen bleibt erhalten, der Gaumen bleibt frei. Das bedeutet ein besseres Kau- und Geschmackserlebnis ohne störende Konstruktionselemente im Mund.

Verbesserter Prothesenhalt

Implantat Steg

Ebenso können schlecht sitzende Prothesen durch Zahnimplantate stabilisiert werden. Mit Hilfe verschiedener Verbindungselemente kann man den „Dritten“ mit entsprechender Implantatanzahl; im Unterkiefer mindestens 2, im Oberkiefer mindestens 4 Implantate, wieder einen festen Halt verschaffen. Dadurch kann der Tragekomfort erheblich verbessert werden. Je nach angestrebtem Behandlungsziel (einfache Stabilisierung der Prothese bis hin zum kräftigen Apfel-Abbeißen) stellen Locator-Elemente, Teleskope oder Stegverankerungen passende Therapieoptionen dar.

Folgen einer Zahnlücke

Abgesehen davon, dass eine Zahnlücke nur bei beim Milchzahngebiss niedlich aussieht, behält jeder Zahn nur solange seine feste Position, wie er von den Nachbarzähnen gestützt wird und Kontakt zu seinem Partnerzahn im Gegenkiefer hat. Fehlt der Halt, kippen nicht nur die Nachbarzähne in die entstandene Lücke hinein, sondern nach und nach machen sich alle Zähne in der Zahnreihe auf Wanderschaft.

Ersatz der endständigen Backenzähne

Zahnimplantat Freiendsituation

Nach dem Verlust der hinteren Backenzähne ist eine konventionelle Brückenversorgung, aufgrund des fehlenden hinteren Brückenpfeilers, nicht mehr möglich. Um in diesem Fall das Tragen einer Teilprothese umgehen zu können, bieten auch hier Zahnimplantate eine nützliche Behandlungsoption, da damit das Gebiss wieder vervollständigt werden kann ohne an Lebenskomfort einzubüßen.

Parodontalerkrankungen

Implantat Model Schnittansicht

Liegt eine Zahnbetterkrankung (Parodontitis) vor, befällt dies in den meisten Fällen das gesamte Gebiss, sodass eine Verankerung von Brücken oder Prothesen eine noch stärkere Belastung der Restzähne nach sich zieht. Auch in dem Fall bietet das Zahnimplantat eine schonendere und sinnvollere Alternative, da somit eine Überlastung weitere Zähne vermieden werden kann.