Implantatentwicklung - Geschichte der Implantologie

Geschichte der Zahnimplantate

Die Geschichte der Zahnimplantate beginnt 1952 in Cambridge. Der schwedische Orthopäde und Anatomieprofessor Per-Ingvar Branemark entdeckt, auf der Suche nach einem geeigneten Material für Hüft- und Knieprothesen, dass das unedle Reinmetall Titan die dafür erforderlichen Eigenschaften wie kein anderer Werkstoff erfüllt.

Bei Versuchszwecken mit Kaninchen stellte sich heraus, dass sich die Titanimplantate durch Ihre enge Verbindung mit dem Knochengewebe nicht wieder entfernen lassen.

Aufgrund seiner hohen Verträglichkeit (Biokompatibilität) wird das Titan von den Knochenzellen „umwachsen“ und damit verinnerlicht (Osseointegration). Es sind bis heute keine allergische oder Fremdkörperreaktionen mit dem Metall bekannt.

1965 bringt Branemark, zu dem Zeitpunkt Anatomieprofessor an der Universität Göteborg, die erste Titanschraube bei Gösta Larsson in einen menschlichen Kiefer ein. Das Implantat behielt er über 40 Jahre, bis über seinen Tod 2006 hinaus.

Fundiert auf zahlreichen wissenschaftlichen Studien und langjährigen Untersuchungen wurde die Implantologie 1982 von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) als gesicherte Therapieform anerkannt.

Aufgrund des sehr umfangreichen Anwendungsgebietes von Implantaten sind diese aus dem modernen zahnärztlichen Therapiekonzept nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile existieren mehr als 100 verschiedene Implantatsysteme. Je nach Anwendungsgebiet gibt es Lange und Kurze (5-18mm), als auch Breite und Schmale (3-7mm), sodass jede Situation optimal versorgt werden kann.